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CSU-Land – ein unsicherer Herkunftsstaat

Man muss sich fragen, was in den Köpfen der CSU-Spitzenpolitiker/innen los ist. Konnte man das bisherige Treiben auch nur schwer kopfschüttelnd verfolgen, kommt nun ein akuter Brechreiz dazu: Mali als sicheren Herkunftsstaat einzustufen, ist der neueste Unsinn aus bayerischem Ursprung.

Man muss Politik immer vor dem Hintergrund verstehen, dass jede Partei in der Ausformulierung ihrer politischen Forderungen und Prioritäten immer die eigene Wählerklientel und potentielle Wahlen im Blick hat. Das macht die Sache oft nicht besser, erklärt aber die Dynamiken in der Parteiendemokratie.

Wer in der aktuellen Flüchtlingsdebatte den Herren aus der CSU zugehört hat, musste schon sehr oft schlucken, weil hier von einem christlichen Menschenbild wenig zu sehen war und in Teilen der pure Populismus vorherrschte, ohne auch nur ein Quantum zur Lösung des Problems beizutragen. Demokratische Verantwortung und konstruktive Politik für Deutschland (und Bayern) sieht anders aus.

Und jetzt Mail – mit der Begründung, andere haben das doch auch schon gemacht. Wie bei Österreich, die haben auch Obergrenzen eingeführt, ohne zu wissen, was kommt. Bayern schreit gleich: “Brauchen wir auch, weil die haben das ja auch gemacht”. Bleibt uns nichts anderes übrig als Bayern zu einem unsicheren Herkunftsstaat in Bezug auf politische Verantwortung und Intellekt einzustufen. Bitte lesen Sie u.a. hier, liebe CSU: Lage in Mali.

Was kommt als nächstes? Vielleicht Syrien, dann wäre auch gleich das Flüchtlingsproblem juristisch gelöst.

Artikelbild über Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

 

Published inGerman Politics

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