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Westerwelles Wahlgemauschel – Abwatschen!

Jetzt geht der FDP langsam aber sicher der Allerwerteste auf Grundeis. In Bayern umfragetechnisch schon mal bei 4% und bei der Bundestagswahl immer um die 55 herum. Da darf man ruhig nervös werden. Werden die freien Demokraten jetzt wohl auch, wenn der Vorzeigeliberale, Außenminister Westerwelle, zu einem Wahlgemauschel par excellence aufruft.

Guido Westerwelle wirbt in seine Wahlkreis in Bonn dafür, dass sich die eigenen wie auch die CDU-Anhänger taktisch verhalten sollten, sprich: Erststimme von alle Richtung CDU und dafür dann Zweitstimme für die FDP. Wo bleibt da der oft gepriesene Wählerwille und wo ist die Eigenständigkeit des deutschen Liberalismus geblieben.

Die FDP agiert nur noch machttaktisch und vernachlässigt die Inhalte. Jede Partei soll für Ihre Überzeugungen werben und damit versuchen, die größtmögliche Mehrheit in der Bevölkerung für sich zu gewinnen. Abgerechnet wird nach der Wahl, wenn der Souverän entschieden hat. Wir wählen Politiküberzeugungen und  keine Koalitionen, verehrter Herr Außenminister. Das Westerwelle nun davon abrät und stattdessen lieber auf taktische Maßnahmen setzt, ist ein Armutszeugnis. Aber wir gesagt, wer mit dem Rücken zur Wand steht, der greift nach jedem Strohhalm.

Die Bürgerinnen und Bürger sollten in Bonn (Westerwelles Wahlkreis) und darüber hinaus, sollte diese Strategie adaptiert werden, dieses Vorgehen abwatschen. Wir entscheiden alle vier Jahre über die grundlegende Ausrichtung in unserem Land – und Unterschiede gibt es genug zwischen den politischen Protagonisten. Wenn die FDP keine Inhalte zu bieten hat, dann hat sie es nicht verdient gewählt zu werden. Will sie anderweitig über die magische Hürde springen, sollte man ihr das nicht durchgehen lassen. Jede Partei hat die verdammte Pflicht, seriöse Angebote zu machen, damit die Wähler/innen eine Demokratie haben, die auch wirklich eine ist.

Artikelbild von Dirk Vorderstraße CC BY 3.0

Published inGerman Politics

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