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@anked nicht auf Platz 1 – eine Schande für Piraten & Demokratie #nicht

Alle Parteien bestimmen derzeit nach und nach ihre jeweiligen Listen und Direktkandidaten/innen für die kommende Bundestagswahl im nächsten Jahr. In allen Parteien gibt es feststehende Bewerber/innen, die ohne Gegenkandidaten das Rennen machen, andere wiederum liefern sich einen echten Wahlkampf um die Kandidatur bis hin zur Kampfabstimmung. Willkommen in der parlamentarischen Demokratie.

Heute stand dieser Entscheid auch bei den Piraten in Brandenburg an. Gewählt wurde Veit Göritz, der gleichzeitig politischer Geschäftsführer der Piraten in Brandburg ist. So weit, so unspektakulär.

Es ist anscheinend problematisch, dass die medial bekannte Anke Domscheit-Berg ebenfalls auf den einzig aussichtsreichen Listenplatz eins nominiert werden wollte. Alleine die Brandenburger Piraten haben das nicht getan. Und wo ist das Problem?

Diverse Piraten bedauern, dass @anked den Sprung auf Platz eins nicht geschafft hat. Das ist legitim. Aber die Debatte nahm dann schnell Dynamik auf und gipfelte mich für mich in diesem Tweet von Sixtus:

 

 

 

 

Darf ich mal fragen, was hier los ist? Eine demokratische Partei bestimmt ihren Kandidaten für eine Wahl und die Parteimitglieder haben die Abstimmung exklusiv in ihrer Hand. Das ist das gleiche Phänomen wie demokratische Wahlen in Entwicklungsländern zu fordern und wenn das Wahlergebnis nicht genehm ist, dann wird kritisiert, Geldhähne zugedreht und Zusammenarbeit ausgesetzt.

In einer Demokratie, lieber Her Sixtus und gleichgesinnte Piraten, muss man sich mit Wahlergebnissen abfinden. Man kann eine inhaltliche Kritik üben, gegen die Entscheidung arbeiten und gegenteilig überzeugen sowie einen Wahlausgang bedauern. Aber einen Entscheid derartig zu entwürdigen, ist ein Tritt gegen das Schienbein der Demokratie und diskreditiert jeden Beteiligten der Wahl. Bis zum Wahlgang kann man kämpfen und überzeugen, aber dann ist Schluss und wenn das Ergebnis dann trotz allem Eifers dennoch anders ausfällt, muss das akzeptiert werden.

Ich behaupte nicht das Demokratie einfach ist, aber von einem Marius Sixtus hätte ich da schon mehr erwartet. @anked hat im Übrigen kurz nach dem Entscheid per Twitter gratuliert – das ist dann vorbildliches demokratisches Verhalten.

 

Published inDemocracy & Human RightsGerman Politics

3 Kommentare

  1. juh juh

    +1

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  2. Sebastian Jurk Sebastian Jurk

    Schon ein Armutszeugnis nur ein Geschlecht zu sehen und dann zu behaupten es wäre Sexismus gewesen. Das hat eben ganz andere Gründe. ZB die Geschehnisse um Wikileaks. Das und das Auftreten der Domscheit-Bergs gefällt vielen nicht.

    Und was soll das mit Listenplatz 1? Soll sich die Piratenpartei jetzt erpressen lassen? Gehts noch?

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