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Die deutschen Konservativen zittern… vor Steinbrück und die Parteilinke sollte das erkennen.

Kaum ist Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten ausgerufen worden, schreckt der deutsche Konservativismus auf und schlägt unruhig um sich. Alleine die Berichterstattung in den letzten Tagen in der FAZ, immer noch das Leib- und Magenblatt der deutschen Konservativen, greift Steinbrück aus verschiedensten Perspektiven an. Der “Report aus München” in der ARD weiß den Kandidaten ebenfalls in schlechtem Licht erscheinen zu lassen.

Stellt sich die Frage, warum diese Kreise bereits ein knappes Jahr vor der Wahl derart nervös reagieren? Soll es ein monatelanges Dauerfeuer geben, weil die Befürchtung im Raum steht, dass Steinbrück es tatsächlich schaffen kann? Auf dem Sprengsatz wird schon dargelegt, wie er es tatsächlich schaffen oder warum  er scheitern könnte.

Alleine diese ersten Reaktionen in den ersten Tagen sollten der SPD Mut machen und der Kanzlerin den Schweiß auf die Stirn treiben. Wenn es der SPD und hier vor allen Dingen der Parteilinken gelingt, Geschlossenheit zu wahren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, dann eröffnen sich mit Steinbrück wahrhaftige Sieges- und Machtoptionen. Die Zwischenrufe aus der Partei sind (noch) nicht lautstark. Das sollte Strategie bleiben. Auch wenn Steinbrück für vieles steht, was linke Sozialdemokraten nicht in das Herz geritzt haben, heißt es nicht, dass mit Steinbrück eine echte und ehrliche Politik der sozialen Gerechtigkeit gelingen kann. Die Hinweise auf Handlungen in der politischen Vergangenheit sind kontraproduktiv. Das sollte für die zukünftige Politikgestaltung nicht überbewertet werden, wenn man dem Kandidaten und der Partei nicht bewusst schaden möchte.

Steinbrück hat die große Chance mit einem guten Regierungsprogramm auf der Basis von sozialer Gerechtigkeit sozialdemokratische Politik zu definieren und in Deutschland umzusetzen. Die derzeitige Krise präsentiert alles auf dem Silbertablett, es muss nur zugegriffen werden. Die Konservativen und die Liberalen stecken in der Falle, denn mit weniger Staat, mehr Markt, weniger Regulierung und mehr Eigenverantwortung ist 2013 sicherlich keine Bundestagswahl zu gewinnen.

Published inGerman PoliticsSocial Democracy

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