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Steinbrück und Europa – ehrliche Politik durch die SPD

Kaum ist Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD zeigt er offen und klar wie ehrlich Politik auch in krisenhaften Zeiten sein kann. In der heutigen Ausgabe der WELT am SONNTAG stellt Steinbrück fest, dass Griechenland mehr Zeit für seine Reformbemühungen braucht und das Deutschland weiter helfen muss.

Kein Kandidaten der haltlosen Versprechen
Steinbrück rennt also nicht los und verspricht den Deutschen Steuersenkungen, die Rettung deutscher Euros vor habgierigen südeuropäischen Ländern und weitere Wohltaten. Das können getrost CSU und FDP machen, darin haben sie besonders viel Übung. Steinbrück steigt nicht auf das populistisch getrimmte Schiff, in der Hoffnung, dadurch möglichst viele Wählerstimmen zu gewinnen. Diese ehrliche und aufrichtige Politik ist vorbildlich und  sollte Maßstab für alle demokratischen Politiker sein.

Man kann nie wissen, inwiefern das Volk sich von Versprechungen verführen lässt und dies auch im Wahlverhalten ausdrückt. Diese Variable wird man nicht 100%ig beeinflussen können. Steinbrück und die SPD sollten genau diesen ehrlichen Ansatz verfolgen, dann werden sie auch durch Vertrauen belohnt werden.

Wo ist die Kanzlerin?
Warum schafft es die Kanzlerin nicht, derart offene und fundierte Worte zu finden? Sie hat Angst vor der Reaktion der Wahlbevölkerung, frei nach der langläufigen Erkenntnis vieler Politiker/innen: “Wer die unbequeme Wahrheit sagt, der wird nicht gewählt.” Was ein Aberglaube und Stumpfsinn. Merkel verdient es nicht Kanzlerin zu sein, wenn sie ökonomische Fakten negiert, die für einen Verbleib von Griechenland in der Eurozone notwendig sind. Wenn sie dies politisch nicht möchte, dann muss sie einen Austritt Griechenlands befürworten. Aber auch das tut sie nicht. Was wäre sie für eine Kanzlerin, wenn sie am Zusammenfall des Euros aktiv mithelfen würde.

Nicht Fisch, nicht Fleisch, so darf sich ein deutscher Regierungschef nicht verhalten. Nicht gegenüber der eigenen Bevölkerung und auch nicht gegenüber Europa.

Published inEuropean financial crisisGerman PoliticsSocial Democracy

2 Kommentare

  1. Bernd.L.Müller Bernd.L.Müller

    Hallo und guten Morgen,

    was soll denn diese Hofberichterstattung über Peer Steinbrück.

    Er ist der verantwortliche Mann, der u.a. die Pleite der WLB in NRW zu verantworten hat,neben anderen Pleite – Banken, Namen sind bekannt,habe keinen Bock sie alle aufzuzählen.

    Mit Milliarden Steuermitteln aus der Krise gerettet, und nicht nur systemrelevante Banken.

    Seine anmaßende Aggressionen gegen unsere Nachbarn Schweiz, Österreich etc. disqualifizieren ihn als europäischen konsensfähigen Politiker.

    Seine Basta Mentalität a la Schröder ist doch völlig out, Original war da besser.

    Er präferiert die Eurobonds, diese wertlosen Giftpapiere, Rezepte aus der Krise hat er nicht.

    Ginge es nach ihm, hätten wir den Griechen schon vor 2 Jahren alle Kredite ausgezahlt, wo wäre das Geld jetzt ?

    In NRW ist er völlig unbeliebt, und Kungelei
    im Hinterzimmer um seine Nominierung ist eine Farce, das soll SPD Demokratie sein, vielleicht von der Basis ?

    Das sind verzweifelte Versuche, Wähler zu gewinnen.

    Und wie Unterzeichner denken viele hier bei uns in der OWL Provinz.

    Und Merkel in dieser unglaubwürdigen Art abzuqualifizieren, ist völlig inakzeptabel, das entspricht Gysi & Co. Genossen.

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